Wenn man einem Schriftsatz nur zustimmen kann

Gestern klingelte mein Faxgerät. Soweit nicht ungewöhnlich, viele Gerichte verschicken Schriftstücke nicht mehr nur mit der Post. Dieses Schreiben in einem Verfahren vor einem Verwaltungsgericht war aber eher untypisch. Denn es passiert mir eher selten, dass ich auf die Bitte, ein Schreiben der Gegenseite zur Kenntnis zu nehmen und Stellung zu nehmen, versucht bin zu schreiben:

„Ich kann den Ausführungen in vollem Umfang zustimmen.“

So war es aber hier, denn offenbar hatte die Geschäftsstelle des Gerichts mir meine eigene Klagebegründung zugestellt – und nicht dem Beklagten. Ich bin ja der Meinung, das hätte auffallen können, denn mein Briefkopf ist eher schwer mit dem einer Behörde zu verwechseln. Aber Fehler passieren natürlich (manchmal zur Erheiterung des Anwalts).

Ein kurzer und freundlicher Anruf heute morgen konnte das Missverständnis beseitigen. Ich habe aber die vage Vermutung, dass ich dem nächsten Fax in diesem Verfahren nicht einfach so werde zustimmen  können. Schade eigentlich.


Über den Autor

Jasper Prigge ist Rechtsanwalt in Düsseldorf. Er berät Privatpersonen sowie kleine und mittelständische Unternehmen in medien- und
verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten. Mehr zu den Tätigkeitsbereichen
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